Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft Bezirksverband Berlin-Brandenburg
Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft Bezirksverband Berlin-Brandenburg

Erlebnisreiche Tour nach Böhmen!


Dietrich Feldmann


Wenn die sommerlichen Temperaturen abklingen und das herbstliche Klima noch nicht die Wetterlage bestimmt, dann ist die Zeit wie geschaffen für eine Reise. Davon ließ sich auch unser erfahrenes Dream – Duo Wolfgang Hadamschek und Wolfgang Münzenberger bei der Planung der Reise für 2012 leiten. Wie schon bei den bisherigen Touren stellten sie erneut einen auf die Interessen und körperliche Fitness der Teilnehmer perfekt zugeschnittenen erlebnis– und abwechslungsreichen Reiseplan zum Besuch geschichtsträchtiger böhmischer Orte sowie für geselliges Miteinander zusammen.

Am Morgen des Abreisetages trafen sich 56 erwartungsvolle und froh gestimmte Mitglieder der Ruhestandsgruppe Zoll Berlin sowie Ruheständler aus Frankfurt/Oder und Potsdam zu der 4tägigen Reise. Die gute Laune wurde auch nicht durch die fragwürdige Entscheidung der BIMA geschmälert. Die gegebene Zusage, 5 von außerhalb Berlins anreisenden oder körperlich beeinträchtigten Mitreisenden ihren PKW auf dem Gelände der Liegenschaft abstellen können und der Reisebus zur Verstauung des Reisegepäcks sowie zum Einsteigen diese befahren kann, wurde kurzfristig kommentarlos widerrufen. Kein Wunder, dass sich die „Ehemaligen“ als „Persona ingrata“ fühlten und sich die Frage stellten, ob das Auswirkungen auf die monatlichen Zusammenkünfte der Ruhestandsgruppe Zoll – Berlin hat.

Nach gegenseitiger Begrüßung, Verstauung des Reisegepäcks auf der Straße und Einnehmen der Plätze fuhren wir bei einem angenehmen Reisewetter in einer entspannten Atmosphäre nach Tschechien. Entspannt lehnten wir uns in den Sitzen des Komfortreisebusses des Touristikunternehmens Dr. Herrmann zurück und waren gespannt auf die kommenden Tage. Der genaue Reiseplan war ja jedem bekannt.

Die Anreise führte auf der Bundesautobahn via Dresden, durch die Sächsische Schweiz, entlang des romantischen Elb– und Moldautales über Usti nad Labem weiter nach Melnik.
Der Abstecher nach Melnik wurde genutzt, bedeutsame Sehenswürdigkeiten dieser Stadt kennen zu lernen. Auf dem Weg zur Burg Melnik führte unsere Entdeckungstour über den altertümlichen Marktplatz mit seinen aufwendig restaurierten Bürgerhäusern, dem aus dem Jahre 1398 stammenden Rathaus und dem ehemaligen Kapuzinerkloster. Beeindruckt waren wir ebenso vom Prager Tor aus dem 15.Jahrhundert sowie den Heiligenstatuen als Beschützer vor Feuer und Pest an den Häuserfassaden. Angekommen auf der mittelalterlichen Schlossanlage Melnik hatten wir einen phantastischen Blick auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe.

 

Melnik, am Zusammenfluss von Moldau und Elbe

Danach wurde die Reise in Richtung Prag fortgesetzt. Bei der Fahrt durch das hektische Verkehrsgewühl von Prag konnten wir vom Bus aus die eine oder andere Sehenswürdigkeit erblicken. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir das 564 Kilometer von Berlin entfernte in 870 m.ü.M. liegende Reiseziel, das von der herrlichen Landschaft des Böhmerwaldes umgebene, nur wenige Kilometer vom Nationalpark Sumava und im Zentrum von Zdikov liegende Schlosshotel der Familie Müller.

Schlosshotel Zamek Zdikov

Es war ein idealer Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in die Landschaft und Historie Südböhmens. Nach der Begrüßung und Belegung der zeitgemäß und geschmackvoll eingerichteten Zimmer wurden wir in den behaglichen Restauranträumen von der Küche mit einem 3 – Gänge – Menü verwöhnt. Schon bald machten sich die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar, sodass meist bald die Zimmer aufgesucht wurden.

Nach einem reichhaltigen Frühstück führte uns der erste Ausflug nach Cesky Krumlov. Die moldauische Stadt ist ein kulturhistorisches Kleinod mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Blick auf die Altstadt von Cesky Krumlov

Bei ortskundiger Stadtführung wurde uns ein Überblick zur Geschichte der 1252 erstmals urkundlich erwähnten Stadt vermittelt. Wir erfuhren, dass diese im Jahre 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO erhoben wurde und erlebten eine Stadt, die mit ihrer Architektur, ihrer vielseitigen Historie, ihrem kulturellem Reichtum unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Bei der Stadtwanderung durch die engen romantischen Gassen mit ihren vielen kleinen Geschäften, Kaffeehäusern und Restaurants gelangten wir zum Marktplatz mit seinen Barockbauten, dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert sowie der Pestsäule.

Marktplatz Cesky Krumlov mit Pestsäule

Beeindruckt waren wir von dem zweitgrößten Burg– und Schlossareal Böhmens sowie der Architektur des ehemaligen Jesuitenklosters und heutigen Hotel Rose. Nach der Stadtführung wurde die verbleibende Zeit bis zur Rückfahrt je nach Interessenlage genutzt, um die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt weiter zu erkunden, Einkäufe zu tätigen oder in einer der urgemütlichen gastronomischen Einrichtungen einzukehren. Einmütigkeit bestand darin, dass man Krumlov nicht beschreiben kann, sondern gesehen haben muss.

Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir am späten Nachmittag in das Hotel zurück.

Hier erwartete uns nach dem Abendessen bei Wein und Bier sowie Livemusik ein geselliger Unterhaltungsabend. Wer wollte schwang das Tanzbein und legte eine flotte Sohle auf das Parkett. Natürlich wurde die Zusammenkunft bis zum individuellen Zapfenstreich auch genutzt, um Erinnerungen auszutauschen sowie optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Nur zu verständlich, dass in den Gesprächen immer wieder die Erfolgsaussichten im Rechtsstreit mit der BFD Mitte bezüglich der Anerkennung des Verpflegungsgeldes als Arbeitsentgelt im Sinne des AAÜG angesprochen wurden.
Einmütigkeit bestand bei den Gesprächsteilnehmern darin, dass nicht die jetzt vorliegenden klagestattgebenden wie klageabweisenden Urteile oder die teilweise absurden Positionen in den Schriftsätzen der Beklagten Maßstab sind, sondern die angestrebte höchstrichterliche Entscheidung durch das Bundessozialgericht.
Diesbezüglich wurde die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass hoffentlich bald eine Entscheidung in einem der über 50 vor den Landessozialgerichten gleichartigen Rechtsstreite getroffen wird. Nur so wird der Weg zum Bundessozialgericht geöffnet.
Alle waren sich einig darüber, dass es schon interessant ist, mit welchen Begründungen Klagen stattgegeben wie auch abgelehnt werden, und wie oft ein Sozialgericht vom anderen die Begründungen wörtlich, manchmal sogar mit den Fehlern, übernimmt.
Natürlich ist es erfreulicher solche Urteile wie die der 30. Kammer des Sozialgerichtes München und der 12. Kammer des Sozialgerichtes Berlin zu lesen, in denen mit großer Sachkunde und Umsicht eine gesetzlich fundierte Anerkennung des Verpflegungsgeldes als Arbeitsentgelt erfolgt ist. Aber was hilft es, denn gegen diese Entscheidungen legt die Beklagte Berufung ein, wie wir das bei klageabweisenden Urteilen tun.


Der Abend verging wie im Flug. Die Stimmung war so richtig böhmisch gut. Ein Blick auf die Uhr erinnerte daran, dass die Zeit fortgeschritten war. Das kümmerte aber kaum einen, denn glücklichen Rentnern und Pensionären schlägt bekanntlich keine Stunde.

Weil Hektik wirklich das Letzte war, was wir auf der Reise gebrauchen konnten, pickten wir uns bei den Rundfahrten bequeme und altersgerechte Ziele heraus.

Eines davon war die für seine Bierbraukunst, seine Universität sowie die Produktion von Schreibgeräten der Marke KOH-I-Noor weltweit bekannte 70 000 Einwohner zählende Stadt Budweis.

Bei der Brauereibesichtigung erfuhren wir Wissenswertes zur Entwicklung der Brauerei, über das Bierbrauen in Budweis und das handwerkliche Können der Bierbrauer. Interessiert verfolgten wir, wie durch die Verarbeitung von Wasser, Hopfen und Malz jährlich 1,3 Millionen Hektoliter des edlen Gerstensaftes produziert werden.

Gruppenfoto in der Brauerei von Budweis

Da der Geheimrat von Goethe schon wusste, das „Grau alle Theorie ist“, fand der Besuch seinen krönenden Abschluss mit einer genüsslichen Verkostung des „flüssigen Brotes“ direkt aus dem Brautank, wo das Bier vor seinem Weg zum Kunden im kühlen Lagerkeller bei 2 Grad Minus reift . Dabei folgten wir lernfähig der Behauptung einer Studie des Londoner University College, wonach Beamte, die täglich einen Liter Bier tranken, logische Aufgaben kreativer lösten, als ihre nüchternen Kollegen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der stilvollen Tradionsstube der Brauerei erfolgte die Rückfahrt zum Schlosshotel.
Wenn wir dachten mehr geht doch gar nicht, dann zauberten die Organisatoren der Reise eine neue Überraschung aus dem Ärmel. So erwartete uns nach Budweis im historischen Schlosskeller des Hotels ein uriger Ritterabend.

Der Burgherr begrüßt seine Gäste zum gemütlichen Ritterabend

Nach dem Waschen der Hände mit Rosenwasser, Anlegen eines Latzes zum Schutz vor Speiseflecken, der Begrüßung durch den Schlossherrn und dem Leeren eines Glases Met zum Trinkspruch „Die Becher heben auf ein langes Leben“ wurden wir bei Kerzenschein und mittelalterlicher Musik mit Gaumenfreuden des Mittelalters verwöhnt. Die Cellaries (Bezeichnung für Kellner im Mittelalter) reichten Krautsuppe, Schmackhaftes von Huhn und Ente, deftiges Spanferkel, Kartoffelbrei und –klöße sowie Blaubeerkuchen zum Verzehr. Es wurde von eisernen Tellern und derben Porzellan mit Messer und Holzlöffel gegessen. Mit Knochen wurde nicht um sich geworfen, weil das von niederem Stand und Charakter zeugt. Es wurde so lange in Bierkrügen und Weinbechern aufgetragen bis die anwesenden „Burgfrauen und Rittersleut“ ihren Durst gestillt hatten. Wir erlebten ein kulinarisches Spectaculum, das bei jedem in Erinnerung bleiben wird.

Tags darauf stand mit dem Ausflug in den Böhmerwald ein weiterer Erlebnispunkt auf dem Programm. Während der Busfahrt entlang der Moldau und durch das Naturschutzgebiet

Im Naturschutzgebiet Sumava

Sumava erfuhren wir von dem uns begleitenden Hoteleigner Wissenswertes über Land und Leute dieser Bergregion. Die Dörfer mit ihren schmucken Bauernhäusern, die Tannen-, Fichten- und Laubmischwälder, die kleinen Wasserfälle und Felsformationen sowie der schon im Bayrischen liegende Große Rachel waren sehenswert.

Am Hochmoorsee

Von Interesse war auch der Fußmarsch durch das Hochmoor zu dem mit 1,3 Hektar größten Moorsee der Tschechischen Republik.

In Cenkova Pila trennte sich die Reisegruppe. Ein Teil wagte die 7km flussaufwärts und damit bergab verlaufende Wanderung nach Cenkova Pila. Eine Verschnaufpause wurde in der Turnerhütte eingelegt. Die oberhalb des steinigen Bergflusses Widra im Jahre 1908 erbaute und 1998 aufwendig restaurierte Berghütte ist eines der meistbesuchten Ausflugsziele des Böhmerwaldes.

Zwischenstopp an der Turner- Berghütte

Der Aufenthalt wurde genutzt, um einen Blick auf das Widratal zu werfen, Höhenluft zu schnuppern und sich mit einer Böhmerwaldsuppe mit Pilzen sowie einem frischgezapften Bier für die weitere Wegstrecke zu stärken.

Der anzahlmäßig größere Teil der Mitreisenden fuhr im Bus entlang der Widra nach Kasperske Hory. Die im gotischen Stil erbaute und mit 740 m.ü.M. höchstgelegene Stadt Böhmens verdankt ihren Bekanntheitsgrad der Goldförderung im 13. Jahrhundert, der Burg Kaspek, der Bergbaukirche und dem von Passau ins böhmische verlaufenden Handelsweg Goldener Steig.

So erlebte jeder auf seine Art und Weise den etwa 120 Kilometer langen Mittelgebirgszug, der sich entlang der bayrisch- böhmischen Grenze erstreckt.

 

Frisch gestärkt geht's weiter

Wir waren von dieser Landschaft ebenso beeindruckt wie schon Adalbert Stifter, Carl Maria von Weber, Bedrich Smetana und Karl May, deren Eindrücke sich in Themen und Motiven ihres musikalischen und literarischen Schaffens widerspiegeln.

Der Aufenthalt in Zdikov wurde von einigen Mitreisenden aber auch genutzt, um durch die Ortschaft zu bummeln, im hoteleigenen Hallenbad sich fit zu halten oder im nahe gelegenen Wald auf Pilzsuche zu gehen.

Am vierten Tag verabschiedeten wir uns mit einem „dekujene und na shledano“ (Danke und Auf Wiedersehen) von dem freundlichen und aufmerksamen Hotelpersonal. Das geschah in der Überzeugung, dass wir während unseres Aufenthaltes in einem großzügigen und stilvollen Ambiente des Hotels deren uneingeschränkte Aufmerksamkeit und sprichwörtliche Gastfreundschaft genießen konnten. Die Auszeichnung mit dem anerkannten Titel „Gastgeber des Jahres 2012“ ist folgerichtig.

dekujene und na shledano!! dem Hotelpersonal

Auf der Rückreise nach Berlin legten wir zur Einhaltung der Lenkpausen und Kronenvernichtung in Blatna und Prag Zwischenstopps ein.

Auf dem Heimweg Zwischenhalt in Blatna

Das sind nur einige unvergessliche Eindrücke, die gewiss ein jeder nach Hause mitgenommen hat. Wenn auch manch einer Böhmen aus früheren Reisen schon kannte, so konnte er sicherlich manch Bekanntes und sicher viel Neues entdecken.

Einmütigkeit bestand bei den Mitreisenden darin, dass die Reise ein erholsames abwechslungsreiches Vergnügen und Böhmen nicht nur wegen seiner Knödel oder seines Bieres eine Reise Wert war. Fragt man nach dem Höhepunkt der Reise, so fällt die Antwort schwer, denn jeder Tag war schließlich einer. Dafür gebührt vor allem unseren umsichtigen Reisemanagern, dem sicheren Fahrverhalten des Busfahrers Bernd und jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer für sein geselliges Miteinander der Dank. Die „Chemie“ untereinander stimmte. Es wurde gewitzelt und gelacht. Jeder fühlte sich gut aufgehoben und konnte einmal die Probleme des Alltags verdrängen.

Zu guter Letzt noch ein Dankeschön auch an den Sponsor für die Unterstützung der kulturellen Ausgestaltung der abendlichen geselligen Zusammenkünfte, der Ortsgruppe Grellstraße des BDZ.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass beim Auseinandergehen die Gedanken in das Jahr 2013 eilten und erste Pläne für eine neue Reise schon angedacht wurden.

 

Erlebnisreiche Tour nach Böhmen!
Der obenstehende Bericht kann hier auch heruntergeladen werden
Zdikov +Bilder.pdf
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